Reiseinfos

Wohnmobile & Camper

Ein Wohnmobil vereint Transport und Bett und passt gut zu Neuseelands weiten Straßen. Der Haken ist das Freedom Camping, das streng geregelt ist und je nach Gemeinde abweicht. Wisse, ob dein Fahrzeug zertifiziert autark ist, wo du legal halten darfst und was Miete und Holiday Parks wirklich kosten.

Wohnmobile reichen vom kleinen Zweibett-Van, den du fast überall parkst, bis zum großen Sechsbett-Camper. Je größer das Fahrzeug, desto teurer sind Miete und Sprit und desto schwieriger wird es auf schmalen Straßen und in städtischen Parkhäusern.

Autark oder nicht

Das ist der wichtigste Punkt. Ein zertifiziert autarkes Fahrzeug führt eigenes Frischwasser und einen versiegelten Abwassertank mit, erkennbar an der grünen Zertifizierung. Viele Freedom-Camping-Flächen erlauben nur autarke Vans, ein nicht zertifizierter Van schränkt also ein, wo du legal übernachten darfst.

Regeln zum Freedom Camping

  • Die Regeln legt jede Gemeinde fest, was im einen Bezirk erlaubt ist, ist im nächsten verboten.
  • Achte auf Schilder am Platz und prüfe die Seiten der Gemeinde oder des Department of Conservation, bevor du hältst.
  • Bußgelder fürs Campen am falschen Ort sind hoch, oft mehrere hundert Dollar.
  • Entsorge Abwasser nie irgendwo außer an einer richtigen Dump Station.

Holiday Parks und Dump Stations

Holiday Parks bieten Stromplätze, warme Duschen, Küchen und Wäscherei, meist für etwa NZ$45 bis NZ$70 für zwei Personen. Buche im Sommer beliebte Parks in Queenstown, Wanaka und der Bay of Islands vorab. Dump Stations für Grau- und Schwarzwasser gibt es an Holiday Parks, öffentlichen Plätzen und manchen Tankstellen; viele sind kostenlos oder kosten ein paar Dollar.

Ungefähre Mietkosten

  • Ein einfacher Zweibett-Van kostet in der Nebensaison oft NZ$80 bis NZ$150 pro Tag.
  • Größere oder neuere Camper können im Hochsommer NZ$200 pro Tag oder mehr kosten.
  • Rechne Selbstbeteiligungsreduzierung, Einweggebühren und die Cook-Strait-Fähre dazu, wenn du zwischen den Inseln wechselst.

Relocation-Angebote, bei denen du einen Van zu einem niedrigen Tagessatz zwischen Depots überführst, sind sehr günstig, wenn die Termine passen. Der Haken ist die feste Route und der knappe Zeitrahmen, sie passen also am besten zu flexiblen Plänen.

Welche Größe wählen

Größer ist nicht immer besser. Ein Zweibett-Van lässt sich leichter parken, ist günstiger im Betrieb und auf schmalen Straßen und einspurigen Brücken deutlich entspannter. Ein Vier- oder Sechsbett-Camper lohnt sich für eine Familie, schränkt aber ein, wo du halten und wenden kannst. Zu zweit ist ein kleiner autarker Van meist der beste Mittelweg zwischen Kosten und Komfort.

Fahren und Alltag

  • Camper sind höher und schwerer als ein Auto, plane also mehr Platz beim Bremsen und in Kurven ein und achte auf die Höhe unter Vordächern.
  • Füll Wasser und entsorge Abwasser, sobald du eine richtige Station erreichst; lass die Tanks in abgelegenen Gegenden nicht leerlaufen.
  • Die meisten Vans haben einen kleinen Kühlschrank und Gaskocher, kauf also in größeren Orten ein, wo Supermärkte günstiger sind.
  • Prüfe im Winter, ob dein Van eine Heizung hat, denn im Süden werden die Nächte kalt.

Eine typische Nacht

Viele wechseln ab: jede zweite oder dritte Nacht ein Holiday Park für eine richtige Dusche, Wäsche und zum Aufladen, dazwischen autarkes Freedom Camping, um Geld zu sparen. Komm im Sommer früh an Freedom-Plätzen an, denn die guten kostenlosen Stellen sind am späten Nachmittag voll. Campingregeln, Gebühren und Zertifizierungsstandards ändern sich, kläre den aktuellen Stand also vor der Reise mit der Mietfirma und der zuständigen Gemeinde.

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