Zwei lange, schmale Inseln mitten im offenen Ozean geben Neuseeland ein wechselhaftes Seeklima. Große Hitze oder tiefe Kälte gibt es fast nirgends, aber die Bedingungen schlagen schnell um, vor allem in den Bergen und an der Küste.
Die Jahreszeiten, umgedreht
- Sommer ist Dezember bis Februar: warm, lange Abende, die vollste Reisezeit.
- Herbst ist März bis Mai: beständige Phasen, kühlere Nächte, weniger Andrang.
- Winter ist Juni bis August: Schnee in den Südalpen und Skigebieten, frostige Morgen.
- Frühling ist September bis November: grün, Lämmer auf den Weiden, wechselhaft und windig.
Vier Jahreszeiten an einem Tag
Diese Redensart kommt nicht von ungefähr. Ein klarer Morgen kann nachmittags in Regen und Wind umschlagen und dann wieder aufklaren. Hab immer eine Regenjacke und eine warme Schicht dabei, selbst im Sommer, und starte keine lange Wanderung nur wegen eines sonnigen Beginns.
Starke Sonne und UV
Die UV-Strahlung ist hier heftig, stärker als viele erwarten, wegen der klaren Luft und des Sonnenstands. Im Sommer kannst du in unter 20 Minuten einen Sonnenbrand bekommen, sogar an einem kühlen oder bewölkten Tag. Trage Sonnencreme, Hut und Sonnenbrille und creme tagsüber nach.
Regionale Unterschiede
- Die Westküste der Südinsel ist eine der nassesten Gegenden des Landes; nimm gute Regenkleidung mit.
- Der Osten der Südinsel um Canterbury und Central Otago ist trockener und hat größere Temperaturschwankungen.
- Der hohe Norden bleibt mild und subtropisch, während Inland und Hochgebirge echte Fröste und Schnee bekommen.
- Wellington und die Cook Strait sind für Wind bekannt, rechne also mit Verspätungen bei Fähren und Flügen.
Ungefähre Temperaturen
Als Größenordnung, nicht als exakte Werte:
- Sommertage liegen im Tiefland meist bei 20 bis 25 Grad, im Norden wärmer.
- Wintertage sind an der Küste oft 8 bis 14 Grad, mit Frost im Inland und Schnee in den Bergen.
- Abseits der Küste kühlen die Nächte selbst im Sommer stark ab, eine warme Schicht gehört also ins Gepäck.
Tageslicht
Weil die Jahreszeiten umgedreht sind, kommen die langen Abende im Dezember und Januar, wenn es im Süden bis weit nach 21 Uhr hell bleiben kann. Im Juni und Juli wird es gegen 17.30 Uhr dunkel, was deinen Fahr- und Wandertag im Winter verkürzt. Plane das ein und starte an einem kurzen Winternachmittag keine späte Wanderung.
Packen in Kürze
Denk in Schichten statt an einen dicken Mantel: eine Basisschicht, eine warme Zwischenschicht und eine wasserdichte Außenschicht decken das ganze Jahr fast alles ab. Nimm in jeder Saison Sonnenbrille, Sonnencreme und Sonnenhut mit, dazu Mütze und Handschuhe, wenn es in die Berge geht.
Wind, Regen und Erdbeben
Wind gehört dazu, besonders um die Cook Strait, und kann Fähren und kleine Flüge verzögern, plan also Puffer ein. Regen wechselt rasch mit Sonne, vor allem im Westen. Neuseeland liegt zudem in einer aktiven Erdbebenzone; spürbare Beben sind selten und meist harmlos, aber es schadet nicht, die einfache Regel zu kennen: bei einem Beben hinknien, abdecken, festhalten, und an der Küste nach einem langen Beben höher gelegenes Gelände aufsuchen.
Die Wetterlagen schwanken von Jahr zu Jahr, prüfe also die MetService-Vorhersage für deine Region, bevor du losziehst, besonders vor Wanderungen oder Bergstraßen.