Aoraki / Mount Cook
Aoraki / Mount Cook ist mit 3.724 Metern der höchste Berg Neuseelands,...
Lake Tekapo ist ein kräftig türkiser See im Mackenzie Country, gefärbt von feinem Gletschermehl im Wasser. Der ehrliche Reiz ist die Mischung aus dieser Farbe, der kleinen steinernen Church of the Good Shepherd am Ufer und einem der dunkelsten Nachthimmel der Welt. Im November und Dezember blühen die Lupinen am Ufer, auch wenn sie eine eingeschleppte Pflanze sind.
Tekapo ist ein kleiner Ort am Ufer des gleichnamigen Sees, an der Hauptroute zwischen Christchurch und Queenstown. Es ist ein einfacher Halt: eine Reihe Cafés und Läden, der See und die Kirche kurz vom Zentrum entfernt.
Die 1935 erbaute Church of the Good Shepherd ist das Postkartenmotiv, früh am besten zu fotografieren, bevor die Busse kommen. Mount John, der Hügel über dem Ort, hat ein Observatorium und einen Rundweg oder eine Straße zum Gipfel mit Blick über das ganze Becken. Am See gibt es heiße Pools, und bei klarem Wetter macht das Dark-Sky-Reservat die Sternbeobachtung zum Höhepunkt des Abends.
See, Kirche und Lupinen kosten nichts. Das große bezahlte Erlebnis ist eine geführte Sterntour, entweder auf den Mount John oder am Observatorium am See, meist NZ$90 bis NZ$170 pro Erwachsenem und besser vorab buchen, denn Touren sind ausgebucht und finden nur in klaren Nächten statt. Die heißen Pools von Tekapo Springs sind eine entspannte Alternative, rund NZ$30 bis NZ$40.
Rundflüge über das Mackenzie und Aoraki starten vom Flugplatz für alle, die den Blick von oben wollen, meist ab NZ$200. Für den Mount John brauchst du keinen Guide; tagsüber kannst du kostenlos hochfahren oder hochlaufen.
Tekapo liegt direkt am State Highway 8, der Binnenroute über die Südinsel. Von Christchurch sind es etwa drei Stunden mit dem Auto, von Queenstown rund zweieinhalb bis drei. Lake Pukaki und die Abzweigung nach Aoraki / Mount Cook liegen 45 Minuten bis eine Stunde weiter, daher kombinieren viele beides.
Intercity-Busse halten im Ort auf der Strecke Christchurch nach Queenstown, doch ein Auto gibt weit mehr Freiheit für Kirche, Mount John und die nahen Seen. Es gibt keinen Flughafen; die nächsten sind Christchurch und Queenstown. Die Straße ist asphaltiert und einfach, kann im Winter aber vereisen.
Der Spätfrühling, vor allem November und Dezember, ist die Zeit, in der die Lupinen am Ufer blühen und die Tage lang sind, zugleich aber die vollste. Der Sommer bleibt warm und eignet sich für die heißen Pools und den Aufstieg auf den Mount John. Der Herbst ist ruhiger mit klarem, ruhigem Himmel für die Sterne. Der Winter ist kalt, mitunter mit Schnee auf den umliegenden Bergen, und die langen dunklen Nächte bieten die beste Chance auf klaren Himmel für die Observatoriumstouren. Das Türkis des Sees hält das ganze Jahr, eine schlechte Saison gibt es nicht.